WORKSHOP · ZWEI SAMSTAGVORMITTAGE · BERLIN

Bevor du kündigst,
testen wir, ob die Idee trägt.

Ein Workshop für Gründerinnen und Gründer, die ihre Geschäftsidee an echten Kunden prüfen wollen, statt sie in einem Businessplan zu verstecken. Zwei Samstagvormittage, feste Gruppe, ehrliches Peer-Feedback.

WARTELISTE KUNDENINTERVIEWS EHRLICHE ANTWORTEN WEITERMACHEN ODER DREHEN PEER-FEEDBACK WARTELISTE KUNDENINTERVIEWS EHRLICHE ANTWORTEN WEITERMACHEN ODER DREHEN PEER-FEEDBACK

/ 01 — DER MOMENT DAVOR

Freitagabend, der Kündigungsbrief liegt schon im Entwurfsordner.

So beschreiben viele Teilnehmende den Punkt, an dem sie zu uns kommen. Die Idee fühlt sich richtig an, die Tabelle mit den Umsatzprognosen ist fertig, der Businessplan hat vierzig Seiten. Nur eine Frage bleibt offen: Würde tatsächlich jemand dafür bezahlen?

Ein Businessplan kann diese Frage nicht beantworten. Er beschreibt eine Zukunft, die noch niemand geprüft hat. Lean-Validation dreht die Reihenfolge um: erst mit echten Menschen sprechen, dann investieren. Nicht als Ersatz für Planung, sondern als Test davor.

Genau dort setzt dieser Workshop an. Zwei Samstagvormittage, in denen du deine Annahmen an echten Gesprächen misst, bevor du deinen Job, deine Ersparnisse oder deine Zeit endgültig bindest.

Was im Workshop tatsächlich passiert

Notizbuch mit handschriftlichen Fragen für ein Kundeninterview auf einem Holztisch
Kundeninterviews

Fragen stellen, die ehrliche Antworten liefern

Die meisten Interviews scheitern nicht an schlechten Ideen, sondern an schlechten Fragen. Wir üben Gesprächsführung, die Zustimmung aus Höflichkeit von echtem Interesse unterscheidet.

Lean-Validation

Weniger Theorie, mehr Kontakt

Statt Marktanalysen aus dem Lehrbuch: kleine, wiederholbare Experimente mit realen Personen aus deiner Zielgruppe.

Laptop mit skizzierter Landingpage für eine Warteliste ohne fertiges Produkt
Warteliste

Interesse messen, bevor etwas existiert

Eine einfache Seite, eine klare Formulierung, ein Anmeldeformular. So entsteht ein erstes Signal, ohne dass ein Produkt gebaut werden muss.

Kleine Gruppe von Gründerinnen und Gründern im Stuhlkreis beim gegenseitigen Feedback
Entscheidung

Ergebnisse lesen und eine Entscheidung treffen

Am Ende steht keine Note und kein Urteil von außen, sondern eine strukturierte Auswertung deiner eigenen Daten: weitermachen, anpassen oder das Konzept drehen.

Was du am Ende beider Samstage in der Hand hast

Einen Interview-Leitfaden, der funktioniert

Formuliert, getestet und einmal von der Gruppe zerpflückt. Fragen, die nicht in soziale Erwünschtheit abrutschen.

Eine Warteliste mit echten Kontakten

Kein Mockup, keine Fantasiezahlen. Namen und E-Mail-Adressen von Menschen, die tatsächlich Interesse gezeigt haben.

Ein Raster zur Auswertung der Antworten

Ein einfaches Schema, um zwischen Höflichkeitsfloskeln, echtem Schmerzpunkt und Kaufbereitschaft zu unterscheiden.

Eine begründete Entscheidung

Schriftlich festgehalten: Was für ein Weitermachen spricht, was für einen Kurswechsel und welche Annahme sich als falsch erwiesen hat.

Businessplan-Denken und Lean-Validation im Vergleich

Beide Ansätze haben ihre Berechtigung an unterschiedlichen Stellen im Gründungsprozess. Der Workshop konzentriert sich bewusst auf den zweiten Ansatz, bevor größere Entscheidungen anstehen.

Businessplan-Ansatz

  • Basiert auf Annahmen, Marktforschung und Prognosen am Schreibtisch
  • Ergebnis ist ein Dokument für Banken, Investorinnen oder Förderstellen
  • Kundenkontakt findet oft erst nach dem Start statt
  • Zahlen wirken präzise, sind aber ungetestet
  • Sinnvoll für Finanzierung und langfristige Planung

Lean-Validation

  • Basiert auf Gesprächen und Reaktionen echter Personen
  • Ergebnis ist eine Entscheidungsgrundlage für dich selbst
  • Kundenkontakt steht am Anfang, nicht am Ende
  • Zahlen sind klein, aber überprüfbar
  • Sinnvoll, um eine Idee vor größeren Schritten zu prüfen

Illustrative Situationen aus der Werkstattarbeit

Die folgenden Beispiele sind verallgemeinerte, typische Konstellationen, die im Workshop besprochen werden. Sie beschreiben keine konkreten Einzelpersonen.

Beispiel 1

Eine angenommene Zielgruppe reagiert kaum auf Interviewanfragen. Statt die Idee zu verwerfen, wird die Zielgruppenbeschreibung geschärft und ein zweiter Versuch gestartet.

Beispiel 2

Eine einfache Wartelisten-Seite bringt innerhalb weniger Tage erste Anmeldungen. Das Signal ist klein, aber es ist das erste, das nicht auf einer Vermutung beruht.

Beispiel 3

Interviewte Personen sagen "das würde ich sicher nutzen", zeigen aber keine Bereitschaft, dafür zu zahlen. Das Gespräch verschiebt sich von Sympathie zu konkreter Kaufabsicht.

Beispiel 4

Nach acht Gesprächen zeigt sich ein wiederkehrendes Problem, das mit der ursprünglichen Idee wenig zu tun hat. Die Gruppe bespricht, ob ein Kurswechsel sinnvoll erscheint.

Beispiel 5

Die Auswertung zeigt ein gemischtes Bild: einige Annahmen bestätigt, andere widerlegt. Die Entscheidung fällt für eine angepasste Version statt für einen kompletten Neustart.

Zwei Samstagvormittage, eine feste Gruppe

Der Workshop findet an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen statt, jeweils vormittags. Zwischen den beiden Terminen liegt eine Woche, in der jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer die besprochenen Interviews tatsächlich führt.

Am zweiten Samstag werden die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet. Peer-Feedback bedeutet: Die Gruppe hört sich gegenseitig zu, stellt Rückfragen und hilft, blinde Flecken in der eigenen Interpretation zu erkennen.

Detaillierten Ablauf ansehen
Wand mit bunten Notizzetteln, auf denen Erkenntnisse aus Kundeninterviews gesammelt sind

Für wen dieser Workshop gedacht ist

Angesprochen sind Menschen in einem festen Angestelltenverhältnis, die über eine Gründung nachdenken, aber ihre Idee zuerst prüfen möchten, bevor sie den Job aufgeben. Ebenso richtet sich das Format an Personen, die bereits ein Nebenprojekt betreiben und wissen wollen, ob daraus mehr werden kann.

  • Du hast eine Idee, aber noch kein fertiges Produkt
  • Du willst mit echten Kunden sprechen, nicht nur mit Freunden
  • Du bist bereit, deine Annahme auch widerlegt zu sehen
  • Du hast zwei Samstagvormittage und eine Woche dazwischen Zeit

Nächster Schritt: Ablauf und Termine ansehen

Ein unverbindlicher Blick auf die Inhalte beider Samstage, die Gruppengröße und den Ort in Berlin.